Vergangene Woche dachte ich zuerst: ein Irrtum. Aber jetzt sieht man schon häufiger Löwenzahnblüten.
Schöngeister lieben die lachend gelben Blüten, Kinder die Samenstände (Pusteblumen: die Früchte sind mit haarigen Flugschirmen ausgestattete Achänen und werden durch den Wind verbreitet (Schirmflieger)).
Als eine der ersten Blüten im Jahr ist er eine wichtige Bienenweide. Für ein Kilo des kräftig-aromatischen Löwenzahnhonigs muss ein Bienenvolk über 100.000 Löwenzahnblüten besuchen.
Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Aus der getrockneten Wurzel der Pflanze wurde in den Nachkriegsjahren ein Ersatzkaffee hergestellt.
Zudem hat er verschiedene medizinische Wirkungen. Wie beliebt er ist, zeigen seine vielen verschiedenen Namen: „Kedeputschen“ heisst er hier in Leiwen, andernorts nennt man ihn laut Wikipedia: „Bettnässer, Bettpisser, Bettschisser, Bettseecher, Bumbein, Bumbaum, Hundeblume, Hundsblume, Kuhblume, Moadogga, Mühlenbuschen,Pissblume, Pisser, Pissnelke, Pusteblume, Rahmstock, in der Schweiz Chrottepösch(e), Weihfäcke (Federn einer Weihe), Milchblueme oder Söiblueme, in Frankreich pissenlit. Einige Bezeichnungen wie Maistock beziehen sich auch vor allem auf den Zeitraum der ersten Blüte.“