Mai

Mai

Der Flieder blüht,

der Frühling steht,

nun fest auf eigenen Füßen:

Die Frauen schön.

Die Männer kühn.

Die Kinder laut.

Man ist erbaut

von so viel Grün

da draußen.

Ein Wasser rauscht,

ein Kuckuck ruft

und ruft –

und pfeift auf morgen.

„Mai“ von Adam Uklei, entdeckt in der „Zeit“ vom 1. Mai 1987:

http://www.zeit.de/1987/19/zeitlese/komplettansicht

Damals war ich 21 – und machte von März bis Mai ein Praktikum auf einem Bauernhof im Norden von Burgund: La Gauguinerie. Die Tochter des Bauern arbeitete in Paris und brachte mir am Wochenende „Die Zeit“ mit. Das war immer ein Fest; besonders die klugen Artikel von Gero von Randow …
Dieses Gedicht von Adam Uklei lacht mir seitdem jedes Jahr durch den Sinn wenn der Flieder blüht. Und das wunderbare Essen, die verrückten Nächte, die Sonne, der Geruch der Kühe, der R4 mit dem wir durch den Bach fuhren … das auch!

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